Hausnotrufsysteme für zuhause

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Hilfe auf Knopfdruck

Ein leichter Schwindel kann schon schwere Folgen haben: Statistisch betrachtet, stürzen einmal im Jahr mindestens vier bis fünf Millionen Senioren. Ein Drittel von ihnen sind davon über 65 Jahre alt. Bei den über 80-jährigen steigt der Anteil auf mehr als die Hälfte. Leider bleibt es in diesem Fall nicht nur bei einmaligen Stürzen.

Die Folgen können mitunter gefährlich werden, wenn keine Hilfe zur Stelle ist. Auch wenn die körperlichen Blessuren nicht immer gravierend sind – das Aufstehen bereitet dennoch die größten Schwierigkeiten. Um zu gewährleisten, dass in solchen Fällen Hilfe naht, sollten Senioren auf Hausnotrufsysteme setzen. Diese ermöglichen Sicherheit im eigenen Zuhause.

Wie so ein Hausnotrufsystem funktioniert und welche Möglichkeiten es gibt, erklären wir Ihnen auf unserer Seite.

Was ist ein Hausnotruf?

Der Hausnotruf sichert vor allem Alleinlebende und sturzgefährdete Senioren ab. Denn damit kann man im Notfall und rund um die Uhr Hilfe rufen. Er ist auch eine große Erleichterung für Angehörige, die weiter entfernt wohnen und damit nicht jederzeit zur Stelle sein können. Die Gewissheit, dass der Senior nach einem Sturz schnell und gut versorgt wird, ist eine enorme emotionale Entlastung.

Beim Hausnotruf handelt es sich um einen kleinen Knopf, der am Handgelenk oder um den Hals als Kette getragen werden kann. Er ist übrigens auch wasserdicht, dass er beim Duschen oder Baden getragen werden kann.

 

Kostenfreies Angebot für Hausnotruf

 

Wie funktioniert der Hausnotruf?

Zum System gehören in der Regel zwei Bestandteile: eine Basisstation und der Funksender. Drückt der Senior den Knopf, wird ein Signal über die Basisstation an die Notrufzentrale, die 24 Stunden am Tag besetzt ist, gesendet. Selbst bei geschlossenen Türen und innerhalb der Wohnung funktioniert das problemlos. Die Notrufzentrale kann über die Basisstation mit dem Gestürzten Kontakt aufnehmen - das funktioniert über ein einfaches Wechselsprechsystem.  Das System ist so konzipiert, dass sich Notrufzentrale und Betroffener auch durch Wände hindurch verständigen können.

Abhängig von der Schwere des Sturzes informiert der Mitarbeiter in der Notrufzentrale dann Verwandte, Bekannte oder einen Rettungsdienst. Reagiert der Senior am Ende der Leitung nicht, alarmiert die Notrufzentrale unverzüglich einen Rettungsdienst.

 

Vorteile des Hausnotrufs auf einen Blick:

  1. Erreichbarkeit:
    Die Hausnotrufzentale ist rund um die Uhr erreichbar und das 365 Tage im Jahr.

  2. Hilfeleistung:
    Im Notfall wird die Hilfe bereitgestellt, die benötigt wird.

  3. Fachpersonal:
    Der Bereitschaftsdienst ist qualifiziert für die persönliche Hilfe vor Ort.

  4. Kompfort:
    Hilfeknopf am Handgelenk oder als Halskette tragbar

  5. Bedienbarkeit:
    Einfache Technik mit persönlicher Einweisung vor Ort

  6. Risikofrei:
    In der Regel jederzeit monatlich kündbar.

  7. Kosten:
    Volle Kostentransparenz: Einmalige Servicegebühr und monatlicher Beitrag

  8. Systemlösung:
    Hausnotrufsysteme können mit Rauchwarnmeldern, Sturz- und Bewegungssensoren kombiniert werden.

 

Welche technischen Voraussetzungen müssen geschaffen sein?

Das Hausnotrufsystem benötigt einen Telefonanschluss. Wenn der nicht da ist, kann man auch das Mobilfunknetz mit GSM nutzen. Zudem ist eine Stromversorgung notwendig.

Idealerweise steht das Basisgerät so, dass der Sender von überall eine gute Verbindung hat. Auch, wenn sich der Sender und sein Träger in einer anderen Etage oder im Garten befindet. Reichweiten zwischen 30 bis 50 Meter sind aber kein Problem.

Die Notrufzentrale erhält beim Einrichten des Senioren Notrufs eine Liste mit Telefonnummern und Adresse, die im Notfall informiert werden sollen. Empfohlen wird, eine Reihenfolge festzulegen, wer zuerst benachrichtigt werden soll.

 

Kosten von Notrufknopf oder Notrufarmband

Abhängig von Anbieter und Umfang der Installation reicht der Zuschuss der Pflegekasse aus und es kommen keine weiteren Kosten auf Sie zu. Der Hausnotruf wird aber in der Regel nur dann möglicherweise übernommen, wenn Sie alleine wohnen. Leben Sie nicht allein, dann ist es ratsam, mit der Pflegekasse individuell abzuklären, wann ein Notrufsystem notwendig ist.

Der Zuschuss zum Hausnotruf beträgt ab Pflegegrad 1 monatlich 23 Euro und wird von der Pflegekasse bezahlt, wenn das Hausnotrufsystem eingerichtet ist. Für die einmalige Installation zahlt die Pflegekasse 10,49 Euro dazu. Ab Pflegegrad 2 betragen die Zuschüsse 18,36 Euro bzw. 10,49 Euro.

 

Übrigens kann man die Kosten eines Notrufsystems auch als haushaltsnahe Dienstleistung in der Steuererklärung angeben und unter Umständen eine Steuerermäßigung erhalten.

 


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