Pflegesachleistungen

Die Pflegesachleistungen sind für den Einsatz von ambulanten Pflegediensten vorgesehen. Die ambulanten Pflegedienste schließen dafür einen Versorgungsvertrag mit den Krankenkassen in einem Gebiet ab und rechnen die erbrachten Leistungen direkt mit den Kostenträgern ab. Die Abrechnungssätze für einzelne Tätigkeiten sind sehr stringent geregelt und lassen Pflegediensten häufig nicht viel zeitlichen Spielraum, um ihre Leistungen zu erbringen Dadurch entsteht enormen Zeit- und Kostendruck. Wenn Pflegesachleistungen über einen Pflegedienst in Anspruch genommen werden, mindert dies entsprechend dem prozentualen Aufwand, den der Pflegedienst erbringt, den Anspruch auf Pflegegeld. 

Oftmals erleben wir es in der Praxis, dass unseren Interessenten und Kunden nicht bewusst ist, welche Leistung von welchem Dienstleister erbracht werden darf und wie diese Leistungen sich in Kombination sinnvoll ergänzen. Wir arbeiten gerne und häufig mit Pflegediensten zusammen und sehen uns als ergänzenden Service. Denn beide Angebote sorgen dafür, dass das Leben im eigenen Zuhause weiterhin ermöglicht werden kann. 

Wie kann die häusliche Pflege in Kombination mit dem Pflegedienst am besten organisiert werden?

Pflegedienste stehen nicht nur unter einem enormen Leistungs- und Kostendruck, auch erhöht sich aufgrund des demographischen Wandels die Anzahl der pflegebedürftigen Menschen enorm. Pflegedienste und -einrichtungen leiden deshalb unter akutem Personalmangel und können den Anforderungen des Marktes nur sehr schwer gerecht werden. In diesem Zusammenhang ist die Betreuungsleistung der sog. 24 Stunden Betreuung die einzige Möglichkeit, um allen Parteien gerecht zu werden. Bei einer gut Abgestimmten Zusammenarbeit kümmert sich der Pflegedienst um die originären Tätigkeiten im Rahmen der Behandlungspflege (Spritzen geben, Medikation, Stützstrümpfe an- und ausziehen oder auch die medizinische Versorgung) und die Betreuungskräfte kümmern sich um die Fürsorge, die Hauswirtschaft und um die Grundpflege. Da viele Leistungen, die von dem Pflegedienst erbracht werden, sogar durch eine Verordnung vom Arzt verschrieben werden können, muss die Pflegesachleistung bei dieser Lösung nicht in Anspruch genommen werden, wodurch Ihnen der Anspruch auf das Pflegegeld erhalten bleibt.

Ihre Ansprüche an Pflegesachleistungen 

Pflegegrad

Pflegesachleistung

Pflegegrad 1

125,- EUR

Pflegegrad 2

689,- EUR

Pflegegrad 3

1.298,- EUR

Pflegegrad 4

1.612,- EUR

Pflegegrad 5

1.995,- EUR

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Was sind Härtefälle?

Für besonders schwere Pflegefälle, deren Pflegebedarf extrem aufwändig oder intensiv ist, kann eine Härtefallregelung bewilligt werden. Die Bewilligung erfolgt, wie auch bei der Pflegeeinstufung, über den medizinischen Dienst der Krankenkassen/Pflegekassen (MDK). Dieser spricht im Einzelfall die Empfehlung für eine Härtefallregelung aus. Die Pflegekasse wiederum entscheidet danach auf Grundlage der Empfehlung, ob der Pflegefall als Härtefall behandelt wird oder nicht. 

Hierbei spielt insbesondere eine Rolle, ob

  • die Pflegestufe III bereits bewilligt ist und
  • die täglich durchzuführenden Pflegemaßnahmen das übliche Maß stark übersteigen

 

Die häufigsten Erkrankungen im Zusammenhang mit der Beurteilung über einen Härtefall sind u.a.:

  • Krankheiten im Endstadium wie z. B. Krebs, Mukoviszidose, Multiple Sklerose
  • Querschnittslähmungen
  • Schwere Demenz
  • Verletzungen des Gehirns
  • Schweren Einschränkungen der Sinneswahrnehmungen
  • Schwere neurologische Defektsyndrome
  • Wachkoma
  • etc.

 

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